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CORBA und XML-RPC-basierte Web Services als Plattformen für Anwendungsentwicklung inverteiten Systemen.

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eine universelle, objektorientierte Middleware definiert.  Die Entwicklung bzw.  Weiterent- wicklung des CORBA-Standards wird seit 1990 von der OMG (Object Management Group) bestimmt. Der Laufzeitkern der CORBA-Architektur wird durch die ORB-Komponente (Ob- ject Request Broker)  und das Protokoll GIOP/IIOP (General Inter-ORB Protocol/Internet Inter-ORB Protocol)  gebildet - beides ist im CORBA-Standard spezifiziert. Hersteller von CORBA-Implementierungen werden deshalb meist ORB-Hersteller genannt. Eine der aktuellsten Formen von Middleware ist jüngeren Ursprungs.  TCP/IP  [Ste92] als Netzwerkprotokoll,  HTTP  (Hyper Text Transfer Protocol) [BLa96Fa99] als Anwendungs- protokoll und HTML (Hyper Text Markup Language) [W3Cb] als Sprache zur Beschreibung der Präsentation von Daten sind nun seit geraumer Zeit die Säulen des erfolgreichen World Wide Web, hinzugekommen ist XML (Extensible Markup Language) [W3Cd] als erweiterbare und anpassbare Dokumentbeschreibungssprache. Die Idee, XML als Austauschformat zwi- schen verschiedenartigen Anwendungen zu benutzen, ist noch relativ jung.  Seit 1999 gibt es eine Spezifikation, welche definiert, wie ein RPC-Ruf (Remote Procedure Call) - eine der wichtigsten Kommunikationsformen in verteilten Systemen - mit HTTP und XML realisiert werden kann. Dieser Standard nennt sich passenderweise XML-RPC  [Win99]. Die XML-RPC Spezifikation ist kurz und einfach, dafür sind die Produkte, welche XML- RPC implementieren, auch entsprechend in ihrer Funktionalität beschränkt. Die Grundidee allerdings, RPC-Rufe mit XML und einem HTTP-Dienst auszuführen, ist begeistert aufge- nommen worden, zum Ersten, weil bereits eine umfassende Infrastruktur von HTTP-Diensten in Form der Webserver-Rechner überall in der Welt besteht, somit auch der administrative Mehraufwand gering ist, zum Zweiten, weil sich auf diese Weise ein großer Teil der in den vergangenen Jahren entwickelten Webserver-Programmlogik (CGI/Common Gateway Inter- face [NCS] Skripte etc.) komplett oder teilweise wiederverwenden lässt und zum Dritten, weil sich mit dieser Architektur mögliche Komplikationen mit Firewall-Software leichter vermeiden lassen, welche häufig so eingerichtet ist, dass Zugrife auf den Webserver-Port 80 erlaubt, alle anderen Verbindungsaufbauten aber abgelehnt werden. Eine Eigenschaft bei universeller Middleware wie durch den CORBA-Standard definiert ist die hohe Komplexität, die zwangsläufig zu entstehen scheint, wenn man eine Vielzahl von Technologien und Anwendungsbereichen unterstützen will. Eine Eigenschaft von kompakten Technologien wie XML-RPC ist die beschränkte Menge an angebotener Funktionalität. Im Rahmen dieser Studienarbeit werde ich versuchen, die Entwicklung einer verteilten Applikati- on, einmal mit CORBA, einmal mit XML-RPC zu bewerten. Gegenstände der Untersuchung sind die Theorie der Aufgabenrealisierung, die praktische Entwicklung von Anwendungen sowie die Qualität (Leistungsfähigkeit, Efektivität, Stabilität) des Ergebnisses.  Weil der kleinste gemeinsame Nenner dieser beiden Technologien in der Umsetzung von Rufen ent- fernter Prozeduren über Betriebssystem- und Programmiersprachengrenzen hinweg besteht, bleibt der Anteil der CORBA-Spezifikation, der untersucht wird, auch größtenteils auf die grundlegenden Mechanismen beschränkt. Ich hofe, mit dieser Arbeit einige Vor- und Nachteile eines umfassenden Standards (COR- BA) gegenüber der Verwendung eines Minimalstandards (XML-RPC) erschließen zu können. Technologien wie XML-RPC werden nunmehr seit einigen Monaten als Web Services bezeich- net, eine Bezeichnung, die nach [Cer02] für jede Software zutrefend ist, die über das Internet verfügbar ist und ein standardisiertes XML Protokoll verwendet - die Art der Standardisierung ist dabei allerdings nicht vorgeschrieben. 6
  
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